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• ca. 4500 v. Chr.:
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Apnoetauchen in Ostasien, Indien und am Arabischen Meer
holen Perlen, Perlmutt, Schwämme und Korallen aus dem Meer. |
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• ab ca. 2500 v.
Chr.: |
Griechische Apnoetaucher holen vor allem Schwämme in
großen Mengen aus dem Mittelmeer. |
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• ca. 460 v. Chr.: |
Der Grieche Scyllias taucht im Mittelmeer nach
versunkenen Schiffen, um Schätze zu bergen. Atemluft führt er angeblich in einem
umgedrehten Kessel mit sich. |
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• ca. 450 v. Chr.:
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Die ersten Marinetaucher kommen in Griechenland zum
Einsatz. Sie sollen unter Wasser feindliche Schiffe anbohren. |
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• ca. 350 v. Chr.:
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Aristoteles berichtet von Schwammtauchern, die
Tauchglocken verwenden. |
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• ca. 340 v. Chr.: |
Angeblich macht [[Alexander der Große]] in jungen Jahren
einen Tauchversuch im Mittelmeer. |
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• ca. 20 v. Chr.: |
Kleopatra VII. Königin Cleopatra verdächtigt [[Marcus
Antonius]] der Mogelei beim Angeln und lässt ihm von Tauchern bereits gesalzene
Fische an die Angel hängen. |
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• ca. 60 n. Chr.: |
Plinius der Ältere berichtet in seinen Schriften über
Kampftaucher, die er mit Schnorcheln ausstatten ließ. |
| 1715:
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Der Brite John Lethbridge baut seine Tauchtonne (Diving
engine). |
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1725:
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Einsatz der Tauchtonne von Lethbridge bei Bergearbeiten vor Portugal. |
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1797:
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Mit einem schlauchversorgten Helmtauchanzug des Deutschen
Heinrich Klingert gelingt es, in ca. 6 m Tiefe in der Oder bei Breslau einen
Baumstamm bei starker Strömung zu durchsägen. |
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1800: |
Der Kapitän Peter Kreeft aus Barth führt einen
funktionierenden Helmtauchanzug in der Ostsee vor. |
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1819: |
Offener Helmtauchanzug durch
Siebe. Die Luft entweicht unter
der Jacke des Tauchers. |
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1829: |
Die Engländer Charles und John Deane of Whitstable erfinden
(bzw. perfektionieren) das Helmtauchen mit externer
Luftversorgung. |
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1838: |
Der nach England emigrierte deutsche Büchsenmacher August Siebe
(Sachsen) entwickelt den Helmtauchanzug. Bis zur Entwicklung des „standard
diving apparatus“ bestand die Gefahr, dass durch eine falsche Bewegung des
Tauchers Wasser in den Helm eindrang und der Taucher im Helm ertrank. Der Anzug
von Siebe wurde fest mit dem Helm verbunden, so dass ein Eindringen von
Wasser verhindert wurde. Der Helmtaucher wird bis zur Erfindung des
Lungenautomaten die wesentliche praktisch genutzte Technik bleiben. |
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1839–1845: |
Bergungsarbeiten am 1782 vor Spithead gesunkenen
Schlachtschiff HMS Royal George. Entwicklung grundlegender Arbeitstechniken
unter Wasser. Verwendung des geschlossenen Taucherhelmes von Siebe, Anwendung
des Zwei-Mann-Prinzip. |
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1840–1900: |
Beginn der Caisson-Arbeiten, nach Unfällen entsprechende
medizinische Beschreibung der Caisson-Krankheit. |
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1865: |
Die Franzosen Rouquayrol und Denayrouze entwickeln den Vorläufer
des Tauchgeräts mit Atemregler. Die Luftversorgung kommt entweder per Schlauch
von der Oberfläche oder ist autonom, also ohne Schlauch möglich. Siehe:
Rouquayrol-Denayrouze |
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1893: |
erste Unterwasserphotographie (Plattenkamera) durch den Franzosen
Louis Boutan. |
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1906:
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Der britische Taucher William Walker beginnt mit Taucharbeiten unter dem
Fundament der Winchester Cathedral zur Wiederherstellung der Standsicherheit des
Gebäudes. Sein bahnbrechender Einsatz zieht sich bis 1911 hin. |
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1906–1908:
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Entwicklung und Veröffentlichung der ersten Dekompressionstabellen
durch Sir John Haldane. |
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1911: |
Das deutsche Unternehmen Dräger entwickelt ein Helmtauchgerät mit
schlauchloser Atemluftversorgung durch einen Rebreather, der bereits seit
1907
in einem Tauchretter für U-Boot-Besatzungen zum Einsatz gekommen war. Ab 1912
behauptet sich das schlauchlose Helmtauchgerät erfolgreich am Markt. |
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1917:
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Entwicklung des ersten praktikablen Panzertauchgeräts durch
Neufeldt und Kuhnke. |
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1918: |
Japaner patentieren in Großbritannien ein System namens „Ohgushi's
Peerless Respirator“, ein Set von Zylindern, die mit auf fast 200 Bar
komprimierter Luft gefüllt sind und auf dem Rücken eines Helmtauchers
getragen
werden. |
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1925:
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Der Franzose Yves Le Prieur demonstriert das helmlose Tauchen mit einer
Pressluftflasche. Die Luft strömt laufend in eine Vollgesichtsmaske und muss
tiefenabhängig manuell geregelt werden. Über einen Lungenautomaten verfügt das
Gerät nicht. |
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1926: |
Dräger bringt einen Bade-Tauchretter auf den Markt. Ein
Rebreather
versorgte den Träger für ca. eine Dreiviertelstunde mit Sauerstoff zur Suche und
Bergung verunglückter Schwimmer. |
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1933: |
Der Franzose Louis Ce Corlieu entwickelt die ersten Flossen – er lässt
sie zuerst in Frankreich, später auch in den USA patentieren. Vermarktung durch
den Geschäftsmann Churchill. Ähnliche Konstruktionen bzw. weitere Entwicklungen,
auch durch andere Personen, folgen. |
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1937 ff.: |
Der Biologe Hans Hass beginnt nach Erfahrungen als Freitaucher mit
der Erforschung des Unterwasserlebens. Er benutzt ein umgebautes Dräger-Sauerstoffkreislaufgerät und setzt seine in Film- und Fernsehen
bekanntgewordenen Arbeiten nach dem Krieg fort. |
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1937–1939: |
Der Amerikaner Charles Swede Momsen beginnt die Erforschung der
Atemgase und der beim Tauchen mit Pressluft auftretenden Stickstoffnarkose. Eine
von ihm entwickelte Taucherglocke rettet 1939 33 Mann aus dem gesunkenen U-Boot Squalus. Tauchretter in der U-Boot-Ausbildung, Einsatz von Helium als Inertgas
in Atemgasmischungen bei Helmtauchern. |
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1942–43:
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Nachdem der verbrauchsgesteuerte Atemregler von Rouquayrol und
Denayrouse (1864) in Vergessenheit geraten war, entwickeln Georges Commeinhes
und Emile Gagnan auf Anregung von Jacques-Yves Cousteau die so genannte „Aqualung“,
den ersten Lungenautomaten. Der Lungenautomat wird zum Wegbereiter des heutigen
Sporttauchens. |
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1939–1945: |
Im Zweiten Weltkrieg rettet der Tauchretter zahllosen
U-Boot-Besatzungen aller Länder das Leben. Zugleich befindet sich dasselbe
Atemgerät bei Froschmännern, Kampfschwimmern und den italienischen und
britischen bemannten Torpedos im Kriegseinsatz.
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Januar 1943: |
Patenteintragung von „Aqualung“ |
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1946: |
Cousteau's Aqualung wird am französischen Markt eingeführt.
Markteinführung in anderen Ländern: 1950 in Großbritannien, 1951 in Kanada und
1952 in den USA |
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August 1947: |
Der Franzose Dumas stellt einen neuen Unterwasserweltrekod auf: 307 Fuß Tiefe im Mittelmeer. |
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1949:
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BARAKUDA wird von Hans-Joachim Bergann und Dr. Kurt Ristau in
Deutschland gegründet. |
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1950:
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Frankreich hat bis dato 10 Stück der Aqualunge in die USA exportiert.
Der dortige Händler erklärt Cousteau: „Der Markt ist gesättigt! ...“. Die
Geschichte zeigt: ein Fehlurteil. |
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1955: |
Entwicklung des zweistufigen Lungenautomaten durch Gautier und Bronnec. |
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1957: |
Cousteaus Weggefährte Phillipe Tailliez nutzt erstmals die
Unterwasserphotographie zur Kartographierung und Aufklärung eines Wracks. |
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1959–1963:
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Einführung des Dekometers, einem weit verbreitetem
mechanisch-pneumatischen Vorgänger des Tauchcomputers. |
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1961: |
Tauchgang von Hannes Keller und McLeish auf 230 Meter im
Lago Maggiore.
Durch optimierten Gasgemischwechsel bereits nach einer Stunde wieder an der
Oberfläche.
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1962: |
Nach Arbeiten an der Brühlmann-Deko-Tabelle Tauchgang des Schweizers
Hannes Keller auf über 300 Meter. Wechsel der Atemgasgemische entsprechend der
Sättigung bzw. Tiefe während des Tauchgangs. Tod von Peter Small und einem
Sicherungstaucher durch Tauchunfall. |
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1962–1970: |
Die Unterwasserstationen des französischen Precontinent- und des
amerikanischen Sealab-Programms dienen der Erforschung der Offshore-Tauchtechnik
und des Sättigungstauchens. |
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1968: |
Entwicklung des ersten elektronisch mischenden Kreislaufatemgeräts ElectroLung.
Todesfälle durch verbrauchten Atemkalk. |
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1969: |
Entwicklung des ersten voll funktionsfähigen und einsetzbaren
Panzertauchgeräts JIM. |
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1971: |
Scubapro entwickelt das erste Stabilizing Jacket. |
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1974: |
Die umstrittene Regisseurin Leni Riefenstahl täuscht einen Tauchlehrer,
gibt (mit über siebzig Jahren) ein geringeres Alter an und lernt erfolgreich das
Tauchen. |
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1992: |
Druckkammer-Tieftauchgang auf 701 Meter durch die französische
Gesellschaft COMEX. |