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Die Drogentaucher |
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Text und Fotos von Christian Plate |
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Taucheinsatz: Hamburger Hafen; Tauchziel: Drogen; Tauchgruppe: I. TEE der Bereitschaftspolizei Hamburg.
In dem Hamburger Containerhafen läuft ein großes Containerschiff ein. Es kommt aus Südamerika und wird, wie viele Schiffe aus diesem Teil der Erde, manchmal auch als Drogenkurier genutzt. Aus diesem Grunde wird es hier am Schuppen 74 von der Polizei in Empfang genommen. Nach der üblichen Passkontrolle der Mannschaft, geht die Kriminalpolizei – Abteilung Drogenfahndung – und der Einsatzleiter der Tauchergruppe an Bord. Der Kapitän und der Schiffsmakler müssen der Durchsuchung zustimmen. Schließlich fallen Ausfallzeiten an, die der Schiffsmakler zahlen muss. Denn während die Taucher den Rumpf abtauchen kann das Schiff nicht manövriert, nicht abgepumpt und vor allem nicht gebunkert werden.
Obwohl sich weltweit alle Reedereien verpflichtet haben die Polizei zwecks Drogensuche an Bord und an ihr Schiff zu lassen, geht die Warterei auf ihre Kosten und somit drängen sie dann zumindest auf Eile. Hierbei geht es um Drogen (hauptsächlich Kokain, Heroin und Haschisch) die nicht im Schiff transportiert werden, sondern um solche die am Schiff transportiert werden. Während das Schiff in Südamerika beladen wird, versuchen Taucher unbemerkt und ohne Wissen des Kapitäns an dem Schiffsrumpf Rauschgifttorpedos, die wie Gasflaschen aussehen und mit Drogen gefüllt sind, an den Schlingerleisten und den Seekästen zu befestigen. Meist werden sie mit großen Schraubzwingen bzw. Klemmzwingen befestigt. Anschließend müssen sie die lange Seereise in die Abnehmerländer überstehen. In den Zielhäfen wie z.B. Hamburg oder Rotterdam angekommen werden sie von Tauchern entfernt und verkauft. Gelingt der Coup, gibt es viel Geld zu verdienen. Die Polizei versucht hier zumindest den Drogenimport zu behindern, da ein Stoppen der Drogentransporte fast nicht möglich ist. Es gibt im heutigen Handels und Personenverkehr zwischen den Ländern zu viele Möglichkeiten, Rauschgift unbemerkt in die Länder zu schmuggeln.
Doch zurück zu unseren Einsatzhafen Hamburg. Nachdem das Einverständnis zwischen Kapitän und Polizei erreicht ist, muss sich die Tauchgruppe aus 9 Tauchern und einer Taucherin bestehend beeilen. Die Seeseite muss zuerst abgetaucht werden, um den wartenden Bunkerschiffen Zugang zur Schiffsseite zu ermöglichen. Während die Taucher sich bereit machen sucht der Tauchereinsatzleiter innerhalb des Schiffrumpfes nach den Stellen die abgetaucht werden müssen. Hier im innern des Schiffs kann er die nach außen gehende Strukturen wie Pumpen und dergleichen am besten sehen und den Tauchern gezielte Informationen geben, wie die entsprechenden Stellen schnell zu finden sind. Des Weiteren muss gewährleistet sein, dass keine Pumpen und Motoren laufen, die die Taucher gefährden könnten. Sollte doch einmal etwas passieren, ist bei den Einsätzen der Tauchergruppe immer ein Krankenwagen mit einem Rettungssanitäter dabei, der gleichzeitig Taucherassistent ist.
Doch es gibt noch weitere Zusammenhänge zwischen Tauchern und Drogen. Vor der Küste Tunesiens wurde ein Container in 40 m Tiefe gefunden. Er war durch eine Boje gekennzeichnet. Der Container, der mit Rauschgift gefüllt war, dienste als Depot, das von Tauchern je nach Bedarf angetaucht wurde. Als die Hamburger Polizeitaucher drei Meilen südwestlich von Helgoland sieben 100- Liter- Alufässer auf der Wasseroberfläche vorfanden, die mit einem Grundanker befestigt waren, vermuteten sie ähnliches. Doch wurde ihre Vermutung beim Abtauchen der Kette nicht bestätigt. Hier hatte jemand „nur“ Abfall auf See entsorgt. So gibt es nebst Feuerwehr-, Rettungs-, Berufstauchern und vielen anderen Bezeichnungen auch noch Drogentaucher. Entweder auf Seiten der Rauschgiftschmuggler, um
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